Naturschutz und Mensch

Pravčická Brána / Prebischtor (A.Noack)
Pravčická Brána / Prebischtor (A.Noack)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin nicht gegen Naturschutz, ja ich finde er ist sogar sehr nötig. Aber mit den beiden Nationalparks ist an Sachsens und Böhmens schönster Stelle eine neue Grenze entstanden. Die Karte der tschechischen Nationalparkverwaltung zeigt besonders zwischen Elbe und dem Hinterhermsdorfer Raum einen breiten Sperrgürtel und auf deutscher Seite befindet sich dort die Kernzone. Das sind Gebiete, wo der Mensch hinausgeschützt wird. Aber Naturschutz ohne Mensch geht überhaupt nicht. Für was oder wen schützen wir denn überhaupt, wenn wir gar nicht mehr hindürfen? Etwa für die Nationalparkverwaltungen und deren Ranger? Für den Erhalt der Erde, dafür ist das Gebiet zu klein. Für unsere Nachkommen? Aber die dürfen doch auch nicht mehr hin. Wir schützen normalerweise, damit auch in 100 Jahren noch ein Mensch sich an der Gegend erfreuen und dort noch wandern kann, das uns dort keine Schornsteine, hunderte Gasthöfe, Furchen von Riesen-Rücketraktoren oder riesige abgeholzte Flächen vor Augen sind. Das die Schönheit dieser einmaligen Felsenwelt erhalten bleibt.

Ich bin auch nicht gegen Totalreservate. Aber doch bitte nicht an Deutschlands schönsten Orten. Linkselbisch sind riesige von Touristen kaum genutzte Waldflächen vorhanden. Da bräuchte es keine Wegekonzeption. Gegen befristete Sperrungen zur Brutzeit oder aus anderen Gründen hat doch kaum jemand etwas. Aber was soll ein Urwald in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz?

Man kann doch auch die markierten Wege auf ein Minimum begrenzen, ohne die unmarkierten zu sperren.

Was überhaupt nicht geht, ist die Sperrung des Fremdenwegs und des Großen Zschands.

Der Grenzweg sollte wenigstens für "Insider" begehbar bleiben.

Wir sollten Natur- und Kulturlandschaft bewahren.

Leider musste ich erfahren, dass bis jetzt auch ganz bescheidene Versuche kein offenes Ohr fanden. Es mangelt meines Erachtens auch an der ZUSAMMENarbeit beider Nationalparks.(1)

Diese Webseite soll deutlich machen wieviele Wege von Sperrungen betroffen sind. Die meisten Wege haben sogar Namen (wo kennt man das noch), ganz zu schweigen von den vielen namenlosen Wegen, die hier keine Erwähnung finden.

 (1) Muss mich korrigieren, die Zusammenarbeit funktioniert bei Kontrollen auf dem Grenzweg !!

Jörg Börner  (2017)

Leider gibt es bis zum heutigen Tag (3/2018) zwischen Großem Winterberg und Prebischtorgebiet keine Verbesserungen für Wanderer. Über aktuelle Entwicklungen findet ihr Hinweise im Menü "AKTUELLES".